Stabiles Preisniveau Beispiel Essay

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sta­bil

Wortart: ℹAdjektiv

Häufigkeit: ℹ▮▮▮▯▯

Rechtschreibung

Worttrennung: sta|bil

Beispiel: stabil machen (stabilisieren)

Bedeutungsübersicht

    1. sehr fest gefügt und dadurch Beanspruchungen aushaltend
    2. (besonders Physik, Chemie, Technik) in sich konstant bleibend, gleichbleibend, relativ unveränderlich
  1. (auch Fachsprache) so beständig, dass nicht leicht eine Störung, Gefährdung möglich ist; Veränderungen, Schwankungen kaum unterworfen
  2. widerstandsfähig; kräftig; nicht anfällig

Synonyme zu stabil

  • derb, fest, haltbar, massiv, robust, solide, strapazierfähig, unverwüstlich, verschleißfest, widerstandsfähig; (österreichisch) strapazfähig; (bildungssprachlich) durabel; (umgangssprachlich) dankbar
  • beständig, dauerhaft, fest, gleichbleibend, hart, konstant, unveränderlich; (veraltend) fix
  • eisern, gesund, kräftig, stark, unempfindlich, widerstandsfähig, zäh; (Biologie, Medizin) resistent

Antonyme zu stabil

labil

Aussprache

stabil 🔉, auch: [st…] 🔉

Herkunft

lateinisch stabilis = fest stehend, standhaft, dauerhaft, zu: stare = stehen

Grammatik

Steigerungsformen

Positivstabil
Komparativstabiler
Superlativam stabilsten

Starke Beugung

(ohne Artikel)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
ArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektiv
Nominativ-stabiler-stabile-stabiles-stabile
Genitiv-stabilen-stabiler-stabilen-stabiler
Dativ-stabilem-stabiler-stabilem-stabilen
Akkusativ-stabilen-stabile-stabiles-stabile

Schwache Beugung

(mit bestimmtem Artikel)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
ArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektiv
Nominativderstabilediestabiledasstabilediestabilen
Genitivdesstabilenderstabilendesstabilenderstabilen
Dativdemstabilenderstabilendemstabilendenstabilen
Akkusativdenstabilendiestabiledasstabilediestabilen

Gemischte Beugung

(mit ein, kein, Possessivpronomen u. a.)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
Artikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
Adjektiv
Nominativkeinstabilerkeinestabilekeinstabileskeinestabilen
Genitivkeinesstabilenkeinerstabilenkeinesstabilenkeinerstabilen
Dativkeinemstabilenkeinerstabilenkeinemstabilenkeinenstabilen
Akkusativkeinenstabilenkeinestabilekeinstabileskeinestabilen

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Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. sehr fest gefügt und dadurch Beanspruchungen aushaltend

      Beispiele

      • ein stabiler Schrank
      • eine stabile Stahlkonstruktion
      • Mountainbikes haben besonders stabile Rahmen
      • ein stabil gebautes Gerüst, Fahrzeug
    2. in sich konstant bleibend, gleichbleibend, relativ unveränderlich

      Gebrauch

      besonders Physik, Chemie, Technik

      Beispiele

      • ein stabiler Zustand
      • ein relativ stabiler Schaum
      • eine stabile Lösung
      • ein stabiles Atom (Atom, dessen Kern nicht von selbst zerfällt)
  1. so beständig, dass nicht leicht eine Störung, Gefährdung möglich ist; Veränderungen, Schwankungen kaum unterworfen

    Gebrauch

    auch Fachsprache

    Beispiele

    • eine stabile Wirtschaft, Währung, Regierung, politische Lage
    • stabile Preise, Zinsen, Verhältnisse
    • eine stabile Wetterlage
    • eine politisch nicht sehr stabile Region
    • (Physik) ein stabiles Gleichgewicht(Gleichgewicht, das bei Veränderung der Lage immer wieder erreicht wird)
    • etwas stabil halten
    • die Personalstärke stabil halten
  2. widerstandsfähig; kräftig; nicht anfällig

    Beispiele

    • eine stabile Gesundheit, Konstitution
    • sie ist im Ganzen nicht sehr stabil
    • sein Kreislauf ist stabil geblieben

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Überblick: Solange sie sich an die Gesetze halten, können Unternehmen in Deutschland weitestgehend selbstständig handeln. Sie legen beispielsweise die Preise für ihre Produkte fest und verhandeln die Löhne der Beschäftigten. Trotzdem gibt es Situationen, in denen der Staat in die Wirtschaftswelt eingreift – etwa wenn Unternehmen ihre Freiheiten missbrauchen (und zum Beispiel Hungerlöhne zahlen oder Monopole bilden) oder unsere Wirtschaft durch Krisen bedroht wird (wie zuletzt bei der Wirtschafts- und Finanzkrise). Der Staat kann deshalb Spielregeln für die Unternehmen festlegen. All die Maßnahmen, mit denen er eingreift, nennt man Wirtschaftspolitik. Innerhalb der Wirtschaftspolitik muss noch mal unterteilt werden: Mit der Ordnungspolitik bestimmt der Staat die Rahmenbedingungen für die Unternehmen, mit der Strukturpolitik greift der Staat nur in bestimmten Branchen oder Regionen ein, um strukturelle Krisen zu beheben, und mit der Prozesspolitik plant der Staat Wirtschaftsprozesse selbst und stößt sie an. Zum Beispiel durch die Finanzpolitik.

Die Ziele der deutschen Wirtschaftspolitik sind im Stabilitäts- und Wachstumsgesetz festgelegt: Die Preise sollen demnach stabil bleiben, so viele Menschen wie möglich Arbeit finden, die Außenwirtschaft  im Gleichgewicht bleiben, außerdem sollen Bedingungen für ein stetiges Wirtschaftswachstum geschaffen werden. Wie der Staat diese Ziele erreichen kann, darüber streiten Politiker häufig. Einerseits gibt es die Befürworter der Angebotspolitik. Sie meinen, dass es reicht, wenn der Staat nur die Rahmenbedingungen festlegt, die freie Wirtschaft selbst die Ziele erreicht. Ihnen gegenüber stehen die Anhänger der Nachfragepolitik. Sie wollen, dass der Staat aktiv eingreift, wenn die Wirtschaft schwächelt – zum Beispiel, indem der Staat selbst Gelder in die Wirtschaft investiert und zum Beispiel neue Straßen baut.

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